Die merkwürdigen Zensurkriterien des Urs. P. Gasche

Seit gestern bin ich auf Infosperber gesperrt.

Ich hatte einen Kommentar geschrieben zum Artikel Assad blockiert Friedensgespräche von Andreas Zumach. Dabei verwendete ich die Ausdruck “Atlantische Perspektive”, wörtlich “Von Andreas Zumach ist bezüglich Syrien wie gewöhnlich die atlantische Perspektive zu erwarten.” Dass Zumach in der  Syrienfrage eine pro-atlantische Perspektive vertritt, habe ich hier beschrieben.

Herrn Zumach gefiel mein Post überhaupt nicht. Er beschwerte sich bei Infosperber und hat mir merkwürdigerweise das Email zugeschickt. Daraufhin hat Herr Gasche meinen Kommentar gelöscht – mit der Begründung, pauschale Unterstellungen seien zu unterlassen.

Daraufhin habe ich meinen kurzen Kommentar geändert und neu gepostet. Ich belege ich die Auffassung, Herr Zumach vertrete in der Syrienfrage die atlantische Perspektive mit dem Verweis auf meinen Artikel, womit es möglich wäre für Zumach Stellung zu beziehen  resp. zu kontern.

Die Antwort von Herr Gasche kommt zwei Stunden später: Konto gelöscht. Ich behaupte das Gleiche, spräche pauschal von „der Opposition“ und würfe dem InfoSperber Zensur vor. Ausserdem hätte ich mich nicht an die Regeln gehalten.

Zu den Anschuldigungen:

Das Gleiche behauptet

Herr Gasche erkennt richtig, dass ich das Gleiche behaupte. Es ist kaum anzunehmen, dass ich das Gegenteil von dem schreiben werde, das ich ursprünglich im Sinn hatte. Ich habe es aber wie gefordert belegt – mit einen ausführlichen Artikel. Die Möglichkeit zu kontern ist definitiv gegeben.

“Die Opposition”

Dass ich pauschal von Opposition spreche mir zum Vorwurf zu machen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Wäre dies der wahre Grund für die Löschung meines Kommentars, so müsste der Artikel von Andreas Zumach gelöscht werden. Denn Zumach spricht direkt von der Opposition ohne jegliche Differenzierung: “Vorgeblich aus Ärger über die Opposition. Die hatte während ihres letztwöchigen Vorbereitungstreffens […] ”. [emphazise added]. Doch der Artikel ist weiterhin online …

Die Regeln

Um Kommentare auf Infosperber zu schreiben, muss man sich einloggen. Die angegebenen Bedingungen sind minimal gehalten: Nicht anonym; unnötig herabsetzende Formulierungen werden ohne Korrespondenz geändert oder gelöscht. Auf der FAQ Seite steht ausserdem, dass das unanständige oder beleidigende Äusserungen zurückgewiesen werden. Dort steht auch, dass sich jeder Benutzer nach Registrierung zu jedem Artikel frei und unbeeinflusst äussern [sic!] könne.

Andere Kriterien habe ich keine gefunden. Der Vorwurf, ich hielte mich nicht an die Regeln ist somit nicht haltbar.

Zensur

Nachdem ich vollständig gesperrt wurde, sollte die Frage geklärt sein.

Herr Gasche löscht willkürlich Kommentare, die ihm nicht passen. Ein ironischer, humoristischer Kommentar von mir wies er vor einigen Monaten mit der Begründung zurück, er sei sachfremd und Ironie und Sarkasmus hätten keinen Platz in der Kommentarspalte. Gelöscht wurde auch ein Kommentar mit Verweis auf die (hochinteressante) Seite Swiss Propaganda Research. Begründung: Nicht auf Seiten zu verweisen, deren Urheber nicht bekannt sind. Solch spitzfindige Regeln sollten zumindest klar angegeben werden; nachvollziehbar sind sind sie ja nicht.

Ich bin sicher nicht der Einzige, der Zensur oder gar Aussperrung auf Infosperber erfahren hat. Ich möchte daher alle einladen, ihre Erfahrungen hier publik zu machen. Das Forum hier steht offen.

***

Update

Herr Gasche schreibt mir, dass die Behauptung Andreas Zumach vertrete in der Syrienfrage «die atlantische Perspektive», eine berufliche Ehrverletzung sei.

Die neue Begründung für die Löschung des Kontos: Da ich nach der Löschung des ersten Eintrags meine “ehrverletzende” Behauptung nochmals auf Infosperber verbreitetet hätte, wurde auch mein Konto gelöscht.

Update II

Herr Gasche begründet die Löschung meines Accounts öffentlich auf InfoSperer wie folgt:

@Löschung. Herr Blanc hat trotz Löschung wiederholt verbreitet, unser Korrespondent Andreas Zumach würde im Syrienkonflikt einseitig stets die atlantische Perspektive vertreten, im Klartext sei Zumach also ein voreingenommener, machtpolitisch einseitiger Vertreter des Nato-Narrativs. Das ist für einen äusserst fundiert, differenziert und unabhängig denkenden, schreibenden und Vorträge haltenden Journalisten eine berufliche Ehrverletzung.
Es geht schon gar nicht, solche Disqualifizierungen öffentlich zu verbreiten mit der Aufforderung an Herrn Zumach, er soll doch bitte das Gegenteil beweisen nach dem Motto «Du bist ein Nato-Lakai, solange Du mir nicht das Gegenteil beweist.»

Urs P. Gasche, am 30. November 2017 um 09:04 Uhr

https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Syrien-Friedensgesprache-Genf

Die Angaben von Herrn Gasche sind nicht korrekt. Von “wiederholt verbreitet” kann keine Rede sein, da mein erster Kommentar ja bereits gelöscht war. Ich habe einen neuen Kommentar geschrieben, – EINEN – wo ich erläuterte, weshalb ich der Meinung bin, Zumach vertrete «in der Syrienfrage die “atlantische Perspektive”».

Ich gebe zu, dass ich es nicht für eine positive Eigenschaft halte, die “atlantische Perspektive” inne zu haben. Es handelt sich hier aber in keiner Weise um eine Beleidigung oder gar Ehrverletzung. Sollte der Begriff Atlantiker, der auch von der FAZ verwendet wird, tatsächlich pejorative Bedeutung haben, gäbe es wohl kaum Organisationen wie die “Atlantische Brücke”, “Atlantische Initiative”, etc. (Letztere publizierte einen Beitrag mit dem Titel Junge Atlantiker beraten Entscheidungsträger zur NATO. Liest Herr Gasche hier  “Voreingenommene, machtpolitisch einseitige Vertreter des Nato-Narrativs betraten …”?). Das A-Wort ist nicht “Atlantiker” …

Ich habe Herrn Zumach nie einen “voreingenommenen, machtpolitisch einseitigen Vertreter des Nato-Narrativs” genannt. Dies ist eine von Herrn Gasche hinein interpretiere Auslegung — schlichtweg eine Unterstellung!

Auch der letzte Satz von Herr Gasche («Du bist ein Nato-Lakai, solange Du mir nicht das Gegenteil beweist.») ist eine Falschinterpretation dessen, was ich geschrieben habe (resp. eine Unterstellung). Ich habe nichts von ‘NATO-Lakai’ geschrieben und auch nicht, dass er das Gegenteil beweisen soll, sondern ich habe Herrn Zumach eingeladen, Stellung zu meinem Artikel zu beziehen, — Stellung zum Artikel —  sollte er der Einschätzung “ein Atlantiker bezüglich Syrien” nicht zustimmen.

Und zu Guter Letzt: Warum sollte Zumach diese Einschätzung ablehnen, wenn seine Ansichten sich in der Syrienfrage mit den Atlantischen decken?

Update III

Am 6. Dezember forderte ich per Email von Herrn Gasche ein Gegendarstellungsrecht. Der Text der Gegendarstellung ist jener unter Update II. Herr Gasche hat die Gegendarstellung in allen Punkten zurückgewiesen. Er hat mir angeboten, eine Gegendarstellung zu publizieren, in der ich sagen würde, dass ich nicht den Eindruck erwecken wollte, Herr Zumach würde in der Syrienfrage einseitig das NATO Narrativ vertreten.

Nun, eigentlich wollte ich ja genau darauf aufmerksam machen: Dass Herr Zumach in der Syrienfrage eben gerade einseitig die atlantische Perspektive vertritt …

Update IV

Seit Montag morgen 9.30, 10. Dezember 2017, existiere ich als Kommentar-Schreiber auf Infosperber nicht mehr. Alle meine bisherigen Beiträge — wohl über 100 Beiträge über die Jahre — sind verschwunden.

Hoffentlich sieht jemand, was andere nun übersehen …

Update V

Auf Anfrage bei der InfoSperber Redaktion heute, dass alle meine meine Kommentare gelöscht wurden, hat mir Christian Müller geantwortet: Dies sei leider im System so programmiert, es sei jedoch nie so beabsichtigt gewesen und es sei der Redaktion erst vor Kurzem [sic!] aufgefallen. Weiter sei es dem Team bisher nicht gelungen, diese System-Eigenheit zu ändern. Und ich solle mich halt einfach damit abfinden, gesperrt zu sein.

Wie schon Beat Wick (siehe Kommentare) darauf hinweist, bin ich nicht der erste, der einfach “verschwindet”. Es ist somit schwer glaubhaft, dass dieses Problem erst seit Kurzem bekannt ist. Für einen Informatiker, der mit Datenbanken arbeitet, ist es ausserdem gänzlich unmöglich nachzuvollziehen, dass dies unabsichtlich so programmiert wurde.*

Dass es sich jedoch um eine System-Eigenheit handelt, das kann ich mir sehr wohl vorstellen. Nur nicht um eine des IT-System …

* ) Um ein späteres Wiedereröffnen der gesperrten Email zu verhindern, muss die besagte Email im System gespeichert bleiben. Ein Löschen aller Kommentare ohne die Löschung der jener Email würde bedeuten, dass es eine selektive Funktion gibt zur Löschung der Kommentare. Das wiederum setzt eine willkürliche Löschung voraus. Wird jedoch der Account inclusive Email und den damit verbundenen Kommentaren gelöscht, so fehlte dann die Email zur Aufrechterhaltung der Sperrung. Dass die Sperrung unabhängig von der Löschung möglich ist, hat die letzte Woche gezeigt. Ich war zwar gesperrt, doch die Kommentare waren noch vorhanden.

Update VI

Da ich tatsächlich “georwellet” wurde (vollständig aus dem System gelöscht), konnte ich mich mit der ehemaligen Email Adresse wieder anmelden und gar posten. Der Post — ein Hinweis auf diesen Artikel — überlebte knappe zwölf Stunden. Dann die Reaktion von Herrn Gasche (auf einen Kommentar eines anderen Kommentarschreibers):

@Reusser. Die Begründung für das Löschen des Kontos steht bereits oben: «Herr Blanc hat trotz Löschung wiederholt verbreitet, unser Korrespondent Andreas Zumach würde im Syrienkonflikt einseitig stets die atlantische Perspektive vertreten, im Klartext sei Zumach also ein voreingenommener, machtpolitisch einseitiger Vertreter des Nato-Narrativs. Das ist für einen äusserst fundiert, differenziert und unabhängig denkenden, schreibenden und Vorträge haltenden Journalisten eine berufliche Ehrverletzung.»
Gegen diesen Eintrag wehrte sich Herr Blanc. Er habe lediglich geschrieben, Zumach verfolge stets die atlantische Perspektive, was nicht ehrverletzend sei. Er habe nicht geschrieben, Zumach sei ein voreingenommener, machtpolitisch einseitiger Vertreter des Nato-Narrativs. Darauf haben wir Blanc eine Gegendarstellung angeboten: «Die Darstellung von Herrn Gasche, ich hätte Herrn Andreas Zumach sinngemäss vorgeworfen, er sei ein voreingenommener, machtpolitisch einseitiger Vertreter des Nato-Narrativs, ist nicht korrekt. Richtig ist, dass ich lediglich geschrieben habe, Herr Zumach verfolge in der Syrienpolitik die atlantische Perspektive.» Herr Blanc hat das Veröffentlichen dieser vorgeschlagenen Gegendarstellung abgelehnt. Also wollte er mit seiner «atlantischen Perspektive» eben doch sagen, Zumach sei ein voreingenommer, einseitiger Vertreter des Nato-Narrativs. – Auch Journalisten haben eine Berufsehre.

Diese Darstellung von Herrn Gasche ist unrichtig. Herr Gasche verschweigt die mehrfache Ablehnung meiner Gegendarstellung und präsentiert sich grosszügiger Anbieter einer Klarstellung.
Meine erste Gegendarstellung wurde abgelehnt, da nicht gesetzeskonform. Mein Text:

Meine ausführliche Antwort zu den Anschuldigungen von Herrn Gasche findet sich hier: https://senfundpfeffer….

Daraufhin habe ich ein PDF geschickt mit einer weitgehend gesetzeskonformen Gegendarstellung und einem längeren Text (Text unter Update II).

Auch diese Gegendarstellung wurde abgelehnt, doch mit der von Gasche zitierten Passage als Alternative. Diese Passage ist jedoch nicht gleichwertig mit der von mir geforderten Gegendarstellung, daher habe ich sie abgelehnt, auch wenn sie teilweise richtig ist. Dass die Ablehnung ein indirekter Beweis für die von Herrn Gasche aufgestellte These sein sollte, halte ich für ziemlich perfid. “Du lehnst unseren Gegenvorschlag ab, daher vertrittst Du das Gegenteil davon …” ist eine billige und üble Propaganda-Technik.

Herr Gasche suggeriert konstant, dass meine Kritik an AZ eine oberflächliche, geradezu vulgäre Polemik gegen einen „angesehenen“ Journalisten sei und unterstellt mir Ehrverletzung. Eine juristische Abklärung hat ergeben, das eine Ehrverletzung nicht gegeben ist.*

Ich weise in meinen Artikeln darauf hin, dass jener von Gasche so hochgelobte Zumach („…äusserst fundiert, differenziert und unabhängig denkenden, schreibenden und Vorträge haltenden Journalisten …“) eben in der Syrienfrage genau diese Qualitäten vermissen lässt und einseitig die atlantische Perspektive vertritt. Dies schreibe ich jedoch ganz höflich und ohne jene mir von Gasche unterstelle “Vulgarität”.

Warum sollte ich mich ausserdem in einer Gegendarstellung von etwas distanzieren, was ich selber gar nie gesagt habe. Der “Gegenvorschlag” wirkt schon fast, als ob ich mich bei Herrn Zumach entschuldigen würde. Und gerade dies könnte ja das Ziel gewesen sein.
Ich habe die Passage deshalb abgelehnt, weil ich eine eigene Gegendarstellung geschrieben habe.

 *) Drei unabhängige juristische Auskünfte haben mir bestätigt, dass eine Ehrverletzung höchstwahrscheinlich nicht vorliegt.

Fazit

Mein Verdacht hat sich bestätigt, dass durch meine Löschung auch meine Sperrung aufgehoben wurde. Die Frage stellt sich nun, warum der Infosperber einen Account löscht, wenn damit eine Sperrung aufgehoben wird und dabei noch alle bisherigen, von der Redaktion anerkannten Kommentare jenes Users gelöscht werden? Bewirkte mein letzter Beitrag, dass retrospektiv alle meine Artikel nicht mehr den Anforderungen genügen? Ich war eine Woche lang gesperrt, i.e. ich konnte mich mit meiner Mail-Adresse nicht einloggen — meine Kommentare waren dennoch vorhanden. Eine Löschung war somit nicht notwendig.

Abgesehen von der Option, dass Herr Gasche aus emotionalen Gründen alle meine Kommentare  gelöscht hat, kann diese Löschung nur eines bedeuten: Eine willkürliche Unterdrückung jener Kommentare, die dem Infosperber nicht passen. Somit hat der Infosperber eine versteckte Agenda, die selektiv gewisse Meinungen ausschalten und  Zweifel an Journalisten (e.g. Zumach) unterdrücken soll.

update VII

Zumach hat reagiert und diffamiert mich auf Infosperber.ch:

@maechler + @reusser : Leider sind Sie beide auf die Manipulationen und Lügen des Fake-News-Produzenten Thierry Blanc hereingefallen. Kritische Kommentare, auch schärfste Kritik in der Sache wären auszuhalten. Aber Blanc ist kein kritischer Kommentator, der hier angeblich abgewürgt wurde. Selbst wenn er nur „ein lästiger Dummschwätzer“ (Maechler) wäre, wäre das für mich – noch kein Grund zur Löschung seines Kontos. Doch Blanc manipuliert und verbreitet gezielt Lügen und Fake News.
In seinem ersten Userbeitrag vom 28.11. zu meinem „infosperber“ -Artikel mit der Überschrift „Assad blockiert Syriengespräche ein Genf“ hat Blanc
mich an entscheidender Stelle falsch zitiert und auf diesem falschen Zitat seine pauschale Schmähkritik an meinen Artikel zum Syrienkonflikt gegründet.
Zum angeblich Beleg für seine Schmähkritik
verwies Blanc auf zwei Links zu einem Video und zu seinem eigenen Webblog mit nachweislich und leicht zu falsifizierenden Falschbehauptungen über mich.(Details dazu wegen des hier auf 1500 Zeichen beschränkten Platzes in einer gesonderten Mail an Sie.)
Ich habe Blanc sofort nach Erscheinen seines Userbeitrages darauf aufmerksam gemacht, daß er mich falsch zitiert hat. Daraufhin hat er in einem zweiten Userbeitrag das falsche Zitat und die darauf gegründete pauschale Schmähkritik einfach wiederholt.
Den Vorgang um das wiederholte falsche Zitat hat Blanc bislang in allen seinen Darstellungen immer unterschlagen
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Zumach
Andreas Zumach, Genf, am 23. Dezember 2017 um 18:43 Uhr

Mitnichten hat mich Zumach darauf aufmerksam gemacht, daß ich ihn falsch zitiere. Das Email zeigt klar, wie undifferenziert Zumach reagierte. Zumach beschuldigt ohne genaue Stellenangaben und von einem Video habe ich gar nichts geschrieben. Während ich genau zitiere, was ich an Zumachs Artikeln fraglich finde, unterstellt mir Zumach pauschal  Leseunfähgikeit, Manipulationen und Lügen, sowie ein  Fake-News-Produzent zu sein. Ist das die Art und Weise eines äusserst fundiert, differenziert und unabhängig denkenden, schreibenden und Vorträge haltenden Journalisten?

Update VIII

Nach Beizug eines Anwalts lautet das Fazit:

“Atlantiker in der Syrienfrage” ist keine Ehr- oder Persönlichkeitsverletzung, die Äusserungen von Herrn Zumach, wonach ich  «Lügen» verbreiten würde (s.o.), ist jedoch sicher persönlichkeitsverletzend i.S.v. Art. 28 Abs. 1 ZGB und evt. sogar ehrverletzend i.S.v. Art. 173 f. StGB.

Obwohl Zumach behauptet, dass er mich sofort … darauf aufmerksam gemacht habe, dass ich ihn angeblich falsch zitiere, hat er meine Emails Mitte Februar mit der Bitte um Angabe, wo ich ihn angeblich falsch zitiere, nicht beantwortet. Dieses Nicht-Antworten steht in krassem Gegensatz zu den Behauptungen in seinem Kommentar, in dem er sich als jemand porträtiert, der Missverständnisse sofort aus der Welt räumt.

Entweder hat mich Zumach mit jemand anderem verwechselt (dem er tatsächlich ein Email geschickt hat) oder er lügt bewusst und behauptet wider besseres Wissen, dass er mich kontaktiert habe.

Dass Zumach auf meine Anfrage nicht geantwortet hat, sagt sehr viel aus …

Update IX

Mail an Infosperber, 25. März 2018

Sehr geehrter Herr Gasche

Nach Konsultation der Anwaltskanzlei Meili/Pfortmüller habe ich mit Sicherheit keine Ehrverletzung begangen. Herr Zumachs Aussagen sind jedoch  sicher persönlichkeitsverletzend i.S.v. Art. 28 Abs. 1 ZGB und evt. sogar ehrverletzend i.S.v. Art. 173 f. StGB.

Ich möchte Sie daher bitten, den unten stehenden Text auf der Kommentarspalte auf der betreffenden Seite (https://www.infosperber.ch/Syrien-Friedensgesprache-Genf) zu veröffentlichen, so dass Ihre Leser*innen informiert werden wie eine unabhängige und professionelle Instanz die Sache sieht.

Dies ist keine Forderung nach Gegendarstellung, sondern ein Aufruf für eine Information im Geiste der offenen und kritischen Berichterstattung, die dem Infosperber als Ethik zu Grunde liegt (zumindest theoretisch).

Text:

Eine Begutachtung durch die Anwaltskanzlei Meili/Pfortmüller hat ergeben, dass …

Herr Blanc mit der Aussage “ein Atlantiker in der Syrienfrage” sicher keine Ehr- oder Persönlichkeitsverletzung begeht.

Herr Zumachs Aussage bezüglich Herr Blanc hochstwahrscheinlich als persönlichkeitsverletzend i.S.v. Art. 28 Abs. 1 ZGB und evt. sogar ehrverletzend i.S.v. Art. 173 f. StGB. gewertet werden müssen.

Somit waren sowohl Anschuldigung als auch Sperrung von Herrn Blanc weder angemessen noch angebracht. Der/die Lesende sollte daher mit wachsamen Sperberauge auch die Kommentare und Meinungen der IS-Redaktion begutachten …

*** Text Ende

Die Einleitungszeile für diesen Kommentar überlasse ich Ihnen.

mit freundlichen Grüssen

Thierry Blanc

PS: Falls Sie eine Löschung des Kommentars von Herrn Zumach in Betracht ziehen, muss ich bemerken, dass ich dies für für einen äusserst schwachen und nur der Desinformation dienenden Akt hielte, der allen Prinzipien einer ehrlichen und offenen Informationskultur zuwider läuft.

Herr Gasche hat prompt und ohne Begründung abgelehnt.

***

Der erste Post

Die Opposition wird ««ohne Vorbedingungen an dieser 8. Verhandlungsrunde teilnehmen»» mit der Vorbedingung », dass der syrische Präsident Bashar al Assad zurücktreten müsse, bevor ein politischer Übergangsprozess» beginnt …

Von Andreas Zumach ist bezüglich Syrien wie gewöhnlich die atlantische
Perspektive zu erwarten.
cf.https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Syrien-Gipfeltreffen-Sotschi-Putin-Erdogan

Der zweite Post

Nachdem mein erster Kommentar zensiert wurde, ein zweiter Versuch.
Der Titel «Assad blockiert Syriengespräche in Genf» halte ich für fraglich wenn nicht tendenziös. Der Artikel von Amalia van Gent https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Syrien-Friedensgesprache-Genf zeigt an ganz anderes Bild.

Weiter verpasst es Zumach auch den offenen Widerspruch aufmerksam zu machen, auf den andere Kommentarschreiber bereits hingewiesen haben: Die Opposition wird ««ohne Vorbedingungen an dieser 8. Verhandlungsrunde teilnehmen»» mit der *Vorbedingung* », dass der syrische Präsident Bashar al Assad zurücktreten müsse, bevor ein politischer
Übergangsprozess» beginnt …

 

Wie ich hier (https://senfundpfeffer.wordpress.com/2016/11/19/schrittweise-zuruck-in-die-barbarei-infosperber/) ausführlich erläutere, vertritt Andreas Zumach in der Syrienfrage die atlantische Perspektive. Sollte Herr Zumach dieser Einschätzung (“ein Atlantiker bezüglich Syrien”) nicht zustimmen, begrüsse ich eine Stellungnahme zum zitierten Artikel.

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18 thoughts on “Die merkwürdigen Zensurkriterien des Urs. P. Gasche

  1. Vor mehr als 2 Jahren wurde auch ich bei Infosperber gesperrt. Die Begründungen für die Sperrung waren etwa dieselben wie bei Thierry Blanc: Pauschalisierung und Uneinsichtigkeit. Ich erwähnte, und begründete es auch anhand von Beispielen, dass unsere Universitäten auf das menschenverachtende geistige, moralische und ethische Niveau unserer Medien und Politiker verkommen seien und bestand weiterhin auf die in meinem Kommentar gemachten Angaben. Diffamierungen oder Diskreditierungen von Personen, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und dergleichen enthalten meine Kommentare nie und ganz ohne jegliche Pauschalisierung kommt ein etwas längerer Text wohl kaum aus.
    Für mich war die Sperrung eine persönlich verletzende Angelegenheit. Es ist auch eine Menschenrechts-verletzung: Des Menschenrechts auf Meinungsäusserungs- und Informationsfreiheit, Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

    Ich gehe davon aus, dass bereits meine vorhergehenden Kommentare bei Infosperber, Urs P. Gasche, dem Verantwortlichen von Infosperber, ein Dorn im Auge waren. Meine Kritik an Artikeln erfolgte immer unter Angabe von Quellen und Links zu anderen Artikeln und zu Videos. Auf diese Weise habe ich auch meine Kritik an Artikeln von Andreas Zumach begründet.

    Seit Jahren und weiterhin protestieren Leser von Infosperber begründet und mit Fakten gegen die einseitig transatlantischen (Propaganda)Artikel von Andreas Zumach. Eine ganze Menge von Menschen also, die offenbar die (journalistische) berufliche Ehre des Herrn Zumach verletzen. Die Mimosenhaftigkeit der Nato-Propagandisten gehört zu ihrem Propaganda-Metier.
    Warum reagiert Andreas Zumach erst heute auf einen Kommentar von Thierry Blanc hin und warum äussert er sich nicht im Kommentarteil von Infosperber?

    Herr Gasche wirft anderen Uneinsichtigkeit vor. Wäre er selbst einsichtig, so würde er die vielen Proteste auf die Artikel von Herr Zumach zur Kenntnis nehmen und überdenken. Müsste einsehen, dass Andreas Zumach in seiner extremen Einseitigkeit untragbar ist. Herr Gasche jedoch bezeichnet Andreas Zumach als einen äusserst fundiert, differenziert und unabhängig denkenden, schreibenden und Vorträge haltenden Journalisten und wirft Thierry Blanc öffentlich, öffentliche Disqualifizierungen vor (30.11.17 um 09.04 Uhr). Wie üblich: Der Kampf des Medienfilzes gegen die Bevölkerung. Mit den üblichen Beschimpfungen. Ob Herr Gasche wohl den grossen Einfluss von Andreas Zumach fürchtet? Er ist gar überall im deutschsprachigen Raum anzutreffen. Selbst im Romerohaus in Luzern (Artikel Luzerner Zeitung: „Wandel eines Widerstandsnestes“).

    Aufgrund meiner Beobachtungen komme ich zum Schluss, dass Urs P. Gasche dann zur Zensur resp. Sperrung greift, wenn mit einem Kommentar resp. Kritik der offiziellen Version widersprochen wird und vor allem dann, wenn dies noch mit klaren Hinweisen, Links zu Artikeln allgemein anerkannter glaubwürdiger Persönlichkeiten, Videos oder auch geschichtlichen Fakten begründet wird. Ich gehe davon aus, dass damit die Ausbreitung von Fakten die nicht einem breiten Publikum publik gemacht werden sollten, verhindert werden soll.

    Meine Beobachtungen sind auch, dass Kommentarschreiber, die auf diese Weise qualifiziert und begründet vorgehen, früher oder später ausgesondert werden. Sei es durch Sperrung oder sei es durch Zensur:
    D. R. schrieb bei Infosperber Kommentare von weit höherer Qualität, sei es historisch oder sei es vom Informationsgehalt her (dies obwohl vom Platz her die Eingabe von Kommentaren bei Infosperber sehr eingeschränkt ist), als es die Artikel bei Infosperber sind wo zwar bekannte Namen publizieren, die Qualität jedoch nicht besser ist als im Mainstream. Wie könnte es auch anders sein, sind es doch meist Leute aus dem Mainstream die bei Infosperber regelmässig publizieren. D. R. hatte, wie Thierry Blanc auch, an einer oder mehr Publikation(en) von Erich Gysling (früher Schweizer Fernsehen SRF) vollumfänglich berechtigte und begründete Kritik geübt. Ebenso berechtigt und begründet kritisierte er den Mangel an geostrategischer Sichtweise bei Urs P. Gasche. Zu gerne wüsste ich warum von D. R. und nach und nach auch von anderen nichts mehr zu lesen war.
    Die Kommentare von D. R. bei Infosperber sind für mich nicht mehr aufzufinden. Eine Art Liquidierung? Warum?

    O. B. hat, soweit ich mich noch erinnern kann, aufgegeben Kommentare bei Infosperber zu schreiben da er zu sehr durch Zensur eingeschränkt werde. Ich glaube, so informierte Urs P. Gasche damals. Für mich von Bedeutung waren die Links von O. B. zu wichtigen Artikeln, Videos, Presseportalen usw.

    Die Sperrung von Thierry Blanc und das weitere Verhalten von Urs P. Gasche bestätigt es erneut. Urs P. Gasche vertritt nicht einen neutralen, differenzierten Journalismus, nicht das Interesse der Zivilbevölkerung, sondern eine einseitige transatlantische Nato-Seite. Ob er in seiner Funktion die Haltung und Politik der Regierung vertreten muss? Trotz den Artikeln die das Gegenteil glauben lassen oder vortäuschen? Bei Infosperber gilt es zu beachten worüber nicht oder sehr selten informiert wird. Für mich keine Frage: Infosperber arbeitet wie die anderen westlichen Medien auch nach der Methode: “Punktuelle Kritik beim Westen. pauschale Verurteilung bei den übrigen Ländern (Diana Johnstone). Dass dies nicht offensichtlich daherkommt ist ja logisch!

    Es wäre fantastisch, wenn noch andere ihre Erfahrungen mit Infosperber publizieren würden. Müssen es doch einige sein, die Betroffene von Zensur und Sperrung bei Infosperber sind.

    [Bitte entschuldigt die Länge meines Kommentars!]

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  2. Die Sperrung verstehe auch ich nicht. Ein Kommentar ist ja ein Kommentar, und dieser wies wirklich darauf, dass Andreas Zumach teilweise sehr stark, manchmal auch gemildert die offizielle Sprechweise der Atlantiker (NATO-Bellizisten) wiedergibt.
    A.Zumach forderte mich immerhin auf, Belege zu nennen. Das habe ich heute getan. Schon allein die Überschrift genügt “Assad blockiert”.
    Leider reichte die Zeichenzahl nicht für mehr, und auch ist es nicht gestattet, zwei Kommentare hintereinander zu liefern.
    Wer auf den Beginn des Artikels “Andreas Zumach” klickt, bekommt seine E-Mail-Adresse bei der taz.
    Wenn man Artikel wie diesen von Erik Peter bei der TAZ kürzlich liest (Verschwörer im Berliner Kino Babylon /
    Große Bühne für Aluhüte – http://www.taz.de/!5461114/), dann frage ich mich auch, was aus der ehemaligen linken Zeitung geworden ist, die Bushs irrationale Verschwörungstheorie nachbetet und Kritik am Apartheidssystem im Nahen Osten diffamiert.

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    1. Lieber Herr Bertram

      Wie ich heute mit grösster Empörung feststelle, ist nun Ihre Antwort auf den Kommentar von Andreas Zumach wie auch dessen eigener Kommentar, beide geschrieben am 2.12.17, gelöscht worden. Von Andreas Zumach? Von Urs P. Gasche? Oder in gegenseitiger Absprache? Wohl am Ehesten das Letzte. Selbstverständlich konnte nicht nur ein Kommentar gelöscht werden. Entweder keiner oder beide. Ich gehe davon aus, dass weder Andreas Zumach noch Urs P. Gasche mit einer Antwort von Ihnen gerechnet haben. Schon gar nicht mit einer so klaren, für beide so beschämenden.
      Für mich weist dies erneut wieder auf die Dialogunfähigkeit dieser beiden Herren hin. Von der Respektlosigkeit und Verachtung gegenüber den Lesern ganz zu schweigen.
      Nach meinen Beobachtungen ist es das Einzige Mal, dass Andreas Zumach bei Infosperber einen Kommentar geschrieben hatte.

      Leider war ich so leichtfertig und habe die genannten beiden Kommentare nicht abgespeichert. Ich finde sie aber ausserordentlich wichtig und aussagekräftig. Lässt sich da wohl noch etwas machen?

      NB
      Ich hoffe, dass man am 10. Dezember bezüglich der Verleihung des Kölner Karlspreises an Ken Jebsen vor oder im Kino Babylon standhaft sein wird und auf keinen Fall einknickt.

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  3. Hallo Beat Wick,

    ich schau mal nach, ob ich die fehlenden Kommentare als Screenshot habe, weiß aber nicht, wie ob und wie ich die hier veröffentlichen könnte (sind ja praktisch Bilder).

    Das Vorgehen auf Infosperber ist skandalös. Menschen, die so einen Vorgang nicht mitbekommen müssen den Infosperber für eine ziemlich neutrale und vertrauenswürdige Plattform halte – was ich heute nicht mehr tue.

    Die ganzen Vorgänge um den Herrn Zumach sind mir inzwischen äußerst suspekt. Es ist ja nicht nur so, dass ich wegen ihm auf dem Infosperber gesperrt wurde (wohlgemerkt, ohne Vorwarnung, einfach auf einen einzigen Kommentar hin – und der war gewiss nicht ausfällig, immerhin hatte Zumach mir schon einmal persönlich angedroht, mich mit ihm befreundeten Anwälten und Richtern in Grund und Boden zu klagen).

    Ähnlich wurde wie im Infosperber ich ja auch schon von der Zeitschrift “Wissenschaft und Frieden” totgeschwiegen, die auf zumindest damals ihrer Seite um Kommentare und Leserbriefe warb – aber offensichtlich nur genehme.

    Zumach sitzt dort im Beirat:

    http://www.wissenschaft-und-frieden.de/index.php?pid=3&sub=3&lang=de

    Man beachte auch dort seine ewigen Wiederholung von “hybrider Kriegsführung Russlands” und “völkerrechtswidrige Annexion der Krim”.

    http://www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=2115

    Man könnte meinen, der Mann habe Echolalie.

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    1. Toll!
      Ganz, ganz herzlichen Dank albibi (Ich habe ganz vergessen, dass Herr Bertram ja 2 Kommentare geschrieben hatte. Auch der erste wurde gelöscht).

      Auch bei “Wissenschaft und Frieden” ist unser nobler Herr! Wo ist er eigentlich nicht? Er muss ganz schön Macht haben. Echolalie trifft für ihn sicher zu. Mir kam das Chamäleon in den Sinn. Aber dies ist wohl viel zu milde charakterisiert.

      Ich habe einen Kommentar vorbereitet und werde alles in meinen äusserst bescheidenen Möglichkeiten liegende versuchen.

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  4. Ich habe wegen diverser Löschngen und Drohungen wegen Kontolöschung aufgehört in Infosperber zu schreiben. Ausserdem gibt es einen Unterschied zwischen Kommentar und Meinung was dort stets hervorgehoben wird.

    Zensur in der Schweiz hat eine lange Geschichte hinter sich. Ebenso die Möglichkeiten gegen unliebsame Äusserungen in Medien gerichtlich vorzugehen. Parteien, Gruppen, Individuen die sich nicht an die herrschende Ordung halten werden schnell mal überwacht (Fichenskandal) oder gar Verboten. U. Gasche ist seit jeher mit den Medien verbunden (TV) und ist u.U. ein gebranntes Kind

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  5. Zumach ist ein Wolf im Schafspelz. Während er auf der einen Seite in der deutschen Friedensbewegung angeblich friedensbewegt aktiv ist, ist er selbst ein hunderprozentiger Haudrauf.

    Mir selbst hat er auf Kritik von mir hin angedroht, mich mit Hilfe befreundeter Juristen und Richter in Grund und Boden zu klagen. Seine Methode ist Kritiker einzuschüchtern und sich über Netzwerke in Bewegungen hineinzufressen und abzusichern. Seine Reputation ist erschreckend hoch. Die meisten Leute schnallen gar nicht, was Zumach für Positionen vertritt.

    Ich halte seine Motive für verwerflich. Erschreckend, welche Unterstützung dieser Mensch bekommt, einzig aufgrund seines Netzwerkes und seines Einflusses.

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    1. Was die „Friedensbewegung“ betrifft:

      Nachdenkseiten (NDS) und Neue Rheinische Zeitung (NRrZ) habe ich auf die Situation rund um Infosperber und Zumach aufmerksam gemacht und dokumentiert. Verbunden habe ich dies mit einer ganz allgemein gehaltenen, nicht explizit an die NDS und NRhZ und schon gar nicht an Herrn Albrecht Müller gerichteten, Aufforderung, auf Verletzungen der Meinungsfreiheit (Zensur) auch innerhalb der „Alternativ“-Medien aufmerksam zu machen.

      Statt auf Verständnis und Unterstützung zu stossen, bin ich völlig arglos und ganz offensichtlich in ein Fettnäpfchen getreten:
      NRhZ gab überhaupt keine Antwort und von Albrecht Müller von den NDS wurde ich in persönlich beleidigender Form abgekanzelt.

      Vor einigen Monaten machte ich mit einem Kommentar kritisch auf die von Daniele Ganser in einem Artikel auf der Webseite von Jens Wernickte positiv erwähnten Infosperber und Erich Gysling aufmerksam. Jens Wernicke hat meinen Kommentar ohne jegliche Begründung zensiert, gelöscht.
      Zu Erich Gysling siehe auch den Artikel „Was Erich Gysling wohl antreibt?“ von Thierry Blanc:
      https://senfundpfeffer.wordpress.com/2017/01/19/was-erich-gysling-wohl-antreibt/)

      Jens Wernicke verweigert selbst auch Gilad Atzmon den Dialog:
      http://sicht-vom-hochblauen.de/52728-2/

      Wir mir scheint, schonen und schützen sich alle, die zur Medien-Gilde gehören, bedenkenlos gegenseitig.

      Die „Friedensbewegung“ ist, aus meiner Sicht, ein schwieriges Produkt und wie mir scheint unfähig:
      – Zwischen Freund und Feind zu unterscheiden
      – Zwischen Abgrenzung und Ausgrenzung zu unterscheiden
      – Zwischen Information und Manipulation zu unterscheiden
      – Selbstkritisch zu hinterfragen, in Frage zu stellen.
      Zu den Tabus gehören offensichtlich auch für die „Friedensbewegung“: Ungehorsam (Arno Gruen), Verweigerung und Gleichwertigkeit (Innerhalb der eigenen Bevölkerung).

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      1. Danke für den Beitrag.
        Ich möchte hier auf Operation Mockingbird verweisen und die möglichen Ableger davon. Wäre ich eine 3-letter-Agency (CIA, NSA, etc.) und ich wollte die Stimmung generell beeinflussen, ich würde dafür in der Links-Szene Köpfe anwerben, die über alles eine dezidierte Linksmeinung vertreten bis auf das Kernthema, wo ich meine Propaganda streuen möchte. So wird die Person zu einer Koryphäe in der Links-Szene, bekommt Vertrauen und kann so weit gezielter Propaganda verbreiten als die etablierten Medien, von denen ihre atlantische Ausrichtung bekannt ist. Wenn die NZZ schreiben würde, was Zumach schreibt, würde keiner, aber nicht einer, sich aufregen. Wenn aber TAZ oder Infosperber oder sonst ein “Linksmedium” etwas schreibt, dann ist es für jenes selektierte Publikum weit glaubhafter als alle Leitmedien.
        NB: A propos mockingbird: der InfoSperber gehört auch zur Spezies Vögel …

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  6. In diesem Zusammenhang möchte ich anhand von Zumach auf eine Problematik hinweisen, der wir heute, in Zeiten eines Claus Kleber (“Rettet die Wahrheit”) und eines Kai Gniffke (“Faktenfinder”), und eben leider lange nach Hanns Joachim Friedrichs (»Ein guter Journalist darf sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten!« ), ausgesetzt sind, hinweisen.

    Zumach ist als Journalist unterwegs – zugleich verfolgt er aber auch ein politische Agenda!

    Wenn man nun Zumach aufgrund seiner politischen Agenda kritisiert, gar angreift, zieht er sich auf seine journalistische Reputation zurück die man untergraben würde.

    Das ist eine perfide Taktik.

    Als Journalist schreibt er natürlich im Sinne seiner politischen Agenda, zu der zB gehört, dass man sich in der Friedensbewegung für so genannte internationale Polizeieinsätze offen zeigen müsse oder bei jeder Kritik an militärischen Aggressionen etwa der USA gleichzeitig Kritik an Russland üben müsse. Ich halte diese Forderungen für den Versuch einer Aufweichung und Untergrabung und generellen Schwächung der Friedensbewegung. Und ganz im Sinne der NATO-Doktrin, nach der inzwischen gezielt und offen Journalisten eingebunden werden um das Image des Militärs und deren weltweiter Einsätze zu verbessern.

    Zumach agiert aus seinen lange geknüpften Netzwerken heraus, die auf seine Reichweite und Reputation als Journalist setzen und bringt dabei seine politische Agenda in gesellschaftliche Kreise ein, die anders für NATO und den militärisch-industriellen Komplex (Dwight D. Eisenhower) nicht erreichbar wären.

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    1. Danke, Herr Storz.
      Auf diese “gleichzeitige Kritik an Russland” habe ich in hier hingewiesen: https://senfundpfeffer.wordpress.com/2016/11/19/schrittweise-zuruck-in-die-barbarei-infosperber/
      Zumach nivelliert und versucht, Russland und die USA auf die gleiche Stufe zu stellen.
      Was mich interessieren würde: “befreundete Richter”. Zumach hat auf Infosperber aller Wahrscheinlichkeit eine Ehrverletzung und Verleumdung begangen. Er gibt aber zusätzlich zu seinem Namen auch seinen Wohnort (Genf) an, so dass ich ihn dort anzeigen müsste. Dies könnte nun damit zusammenhängen, dass er dort gut vernetzt ist …

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      1. Mag sein. Kann aber auch reine Angabe und haltlose Drohung sein. Das kann ich nicht beurteilen. Er ist aber auf jeden Fall extrem in seinen Reaktionen. Wenn seine “Friedensfreunde” ihn mal erleben würden, wie der abgeht … . Ich habe Emails von ihm …

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  7. „ ……….. bei jeder Kritik an militärischen Aggressionen etwa der USA gleichzeitig Kritik an Russland üben müsse. Ich halte diese Forderungen für den Versuch einer Aufweichung und Untergrabung und generellen Schwächung der Friedensbewegung“ (Albrecht Storz)
    Hier geht es um die sattsam bekannte scheinheilige Pseudoobjektivität, Pseudoneutralität und Pseudodifferenziertheit.
    Was die Aufweichung, Untergrabung und Schwächung der Friedensbewegung betrifft: Sie ist, aus meiner Sicht, wie bereits bei meinem vorigen Kommentar erwähnt, schon jetzt Wirklichkeit.

    Selbst bei KenFM und bei „Sicht vom Hochblauen“ wird auf die Hinweise auf Andreas Zumach in meinen Kommentaren (Siehe Link unten) weder jemals von Seiten der Autoren von Artikeln noch von Kommentar-Schreibern eingegangen. Ich gehe deshalb davon aus, dass man mit Herrn Zumachs Einstellung einverstanden ist oder sie vollumfänglich toleriert und dass sich die grosse Mehrheit der Autoren von Artikeln und Kommentar-Schreibern aus Kreisen der sogenannten politischen „Linken“ und Profiteuren unserer transatlantischen Strukturen zusammensetzt. Die „Friedensbewegung“ ist deshalb, aus meiner Sicht, weitgehend unter Kontrolle dieser Bevölkerungsgruppe. Auch schon nannte man es das Bildungsbürgertum (oder auch Spiesser) welches die Menschen der „einfachen“ Bevölkerung verac-tet und lediglich als Manipulationsmasse, Objekte betrachtet.

    Nach meiner Meinung geht es diesen Leuten, ebenso wie anderen, und seit Jahrtausenden um:
    – Geld, Besitz
    – Macht über andere
    – Geltung, Ansehen, Prestige
    Ihre Instrumente und Täuschungen um dies zu erreichen sind wie seit eh und je:
    Ideologien, Theorien, Systeme, Religion und anderes mehr (Alles Instrumente der Macht).

    Deshalb fürchten sich Einflussreiche, Mächtige, gleich welcher Provenienz, immer vor selbstbestimmenden Menschen weitaus am meisten. Vor Menschen die hinterfragen, in Frage stellen, frei sind von Abhängigkeiten, Autoritätsgläubigkeit, -Hörigkeit, Personenkult usw. Da sie Aktionen aus diesem freien, wenig einflussbaren Bereich am meisten fürchten, werden deren Stimmen jeweils schon im Keim erstickt. Infosperber.ch ist ein Beispiel dafür.

    Bei einem Prozess gegen Andreas Zumach würde es nicht um das Gewinnen gehen, sondern darum, endlich die Mauer des Schweigens zu durchbrechen (Massive Diffamierungen garantiert). Es ginge auch darum, das Kunststück fertigzubringen, mit einem Prozess oder Prozessen den Widerstand gegen Zumach publik zu machen. Besonders dem obengenannten Bevölkerungsteil der politischen Pseudolinken und Profiteuren unserer transatlantischen Strukturen. Vor Prozessen müsste sich eigentlich, ev. vom Finanziellen abgesehen, lediglich Herr Zumach und sein Anhang fürchten.
    Wie steht es mit Klage auf Verletzung resp. Verweigerung des Menschenrechts auf Meinungsfreiheit (Art. 19 AEDMR)?
    An den Unkosten für eine (oder mehrere) Klage(n) gegen Andreas Zumach würde ich mich noch so gerne beteiligen.

    Leider gibt es noch viele solcher Ungeheuer wie Herr Zumach. Nur allzu viele. Ausserhalb und, jene die viel mehr Unheil anrichten, innerhalb der „Friedensbewegung“.

    Zur, in meinem Kommentar (unter dem Artikel [Link] von Evelyn Hecht-Galinski) aufgeführten schweizerischen Honoratiorenschaft (Patronat/Matronat) gehören ausser den genannten Jean Ziegler und Arnold Hottinger auch Michel Bühler, Claude Calame, Franco Cavalli, Barbara Gysi, Andrea Hämmerle, Charles Kleiber, Wolf Linder, Samir, Jean-François Steiert und Kurt O. Wyss. Diese überalterten Honoratioren werden nie und nimmer einsehen, dass sie mit ihrem Verhalten das Imperium stützen. Vom Missbrauch der palästinensischen Bevölkerung ganz abgesehen. Sie sehen sich wohl gar noch als Vorbilder.
    http://sicht-vom-hochblauen.de/es-gibt-nichts-zu-feiern-von-evelyn-hecht-galinski/

    ——————————

    Die Inhalte der E-Mails von Herrn Zumach interessieren mich sehr. Ich würde sie ev. für Kommentare bei KenFM oder „Sicht vom Hochblauen“ weiterverwenden. Wäre es möglich, dass Herr Blanc sie im „Senf und Pfeffer“ publik machen könnte?

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